Freitag, 3. Mai
Leidenschaft für die freiwillige Sache
Im Ehrenamt: Torsten Schmude betreut den Feuerwehrnachwuchs
Innerhalb einer kleinen Serie berichtet die OZ über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Heute stellen wir ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr vor.
Abtshagen (OZ) Heftiges Treiben am Montagnachmittag bei der Feuerwehr in Abtshagen. Die Jugend wird fit gemacht für die spätere Laufbahn als Kamerad. Jugendliche ab zehn Jahren haben hier die Gelegenheit, sich mit dem Grundwissen der freiwilligen Tätigkeit eines Kameraden vertraut zu machen und allmählich in den ständigen Dienst am Nächsten hereinzuwachsen.
Seit einem Jahr betreut Torsten Schmude zusammen mit Maik Propp den Nachwuchs der Gemeinde Wittenhagen. Richtiger Feuerwehrmann wird man erst im Alter von 18 Jahren. Torsten Schmude, „ausgewanderter“ Grimmener, hatte sich 2001 zusammen mit Uwe Plog, derzeitiger Amtswehrführer, um den Aufbau einer Jugendwehr gekümmert. Beim vergangenen Amtsausscheid der Wehren Kronskamp in Abtshagen wurde die Nachwuchstruppe offiziell gegründet. „Ich bringe in der Woche mindestens sechs Stunden mit der Ausbildung der jungen Leute und all dem organisatorischen Drumherum zu, aber das macht jeder Kamerad, der sich in seinem Leben der Feuerwehr verschrieben hat“, relativiert er gleich seine Leidenschaft für die freiwillige Sache. Kamerad sei er schon seit 16 Jahren und werde es wahrscheinlich auch sein Leben lang bleiben.
Bevor er sich der Leitung der Jugendwehr verschrieben hatte, musste er zunächst eine Woche die Schulbank in der Feuerwehrschule Malchow drücken. „Da wurde man dann auch in der richtigen pädagogischen Führung und Ausbildung des Nachwuchses unterwiesen. Das Wichtigste ist Disziplin. Es hat keinen Sinn, bei den Stunden herumzualbern und neckisch miteinander zu schäkern. Jeder muss sich bei all den Übungen immer wieder verinnerlichen, dass man mit diesem Wissen einmal vor einer ernsten Situation steht und da muss dann alles sitzen“.
Er vertiefte sich gemeinsam mit Uwe Plog in die Wettbewerbsausschreibungen für den nächsten Bundeswettkampf für den Ausscheid in Pruchten. „Zu diesen drei Wettkampftagen am 14., 15. und 16. Juni werden die Kids zusammen mit uns dort hinfahren und ihr Können, das sie in ihren Übungsstunden erworben haben, unter Beweis stellen."
Inzwischen hatte sich der Nachwuchs angekleidet, der korrekte Sitz der Uniform wurde überprüft und alles musste wie im Ernstfall sitzen. Helm, Schutzjacke, Koppel, Handschuhe. Während ein Teil der Jungmannen die Ausbildungsgegenstände in die Fahrzeuge packte, liefen die Kleinen mit Uwe Plog zum Festplatz hinter der Abtshäger Grundschule und probten an einem Zaun die ersten Knoten. Die Großen arrangierten derweil die Bahn, bestehend aus Tunnel, Gatter, Handdruckspritze, Verteiler und Schläuchen. Die riesigen Löschfahrzeuge hatten sofort Kinder angelockt. Sie turnten auf dem Wall, der das Gelände umgibt, herum und beobachteten das Treiben der Jugendfeuerwehr. Torsten Schmudes Sohn Sven bedauerte sehr, dass er erst acht Jahre alt ist und noch nicht mit dabei sein durfte. Sicher, er würde auch Feuerwehrmann werden, erklärte der interessierte Junge, allerdings müsse er damit noch zwei Jahre warten. Derweil hatte Jugendwart Schmude an die Jungkameraden bestimmte Aufgaben verteilt. „Jeder muss wissen, was er für eine Aufgabe hat. Die anderen verlassen sich auf dich." An diesem sonnigen Ausbildungstag dauerte die Trainingsstunde etwas länger, aber die Kids fanden das ganz in Ordnung. Torsten sei ein prima Ausbilder, so ihre Einschätzung.
Autor: BIRGIT SCHNIBBEN Quelle: www.ostsee-zeitung.de
Mittwoch, 10. Juli 2002
Junge Wehr holte schnell die ersten Erfolge
Grillfete als Dankeschön in Abtshagen
Die Jugendfeuerwehr von Abtshagen ist noch recht jung – gegründet wurde sie im vergangenen Jahr. Dennoch stellten sich schnell die ersten Erfolge ein: Die Wehr holte Platz eins im Amtsausscheid.
Abtshagen (OZ) Ein Jahr nach der Gründung der Jugendfeuerwehr Abtshagen holten die jungen Leute im Juni beim Amtsausscheid in Zarrendorf den ersten Platz und in Pruchten beim Kreisausscheid den Wanderpokal in ihre Wehr. Jetzt ehrten die beiden Jugendwarte Torsten Schmude und Maik Propp mit Urkunden und einer Grillparty den Nachwuchs.
Jeder erhielt für seine vorbildlichen Leistungen zwei Urkunden. Einmal hatten die jungen Leute den Amtsausscheid gewonnen und dann noch als Krönung sozusagen den Wanderpokal in Pruchten. „Ihr seid toll gewesen, wie ihr euch für die Wehr eingesetzt habt. Wir sind stolz auf euch“, lobten die beiden Jugendwarte den Erfolg der Jüngeren.
Viele harte Trainingsstunden lagen hinter dem Nachwuchs. Bürgermeisterin Krabbe gratulierte im Namen der Gemeinde und überreichte der Jugendwehr eine Geldspende als Dankeschön für den gezeigten Einsatz. Eltern hatten Salate gezaubert und somit ihre Anerkennung für den Feuerwehrnachwuchs zum Ausdruck gebracht.
Nach dem wohl von niemandem erwarteten Erfolg beim Kreisausscheid fuhren die Kameraden am 16. Juni laut sirenend durch Abtshagen und brachten so ihre Freude zum Ausdruck. Die 15 Jungen und Mädchen hatten sich alle gleichermaßen für den Erfolg der Wehr eingesetzt. Herbert Rummi, Verantwortlicher für die Jugendwehren auf Kreisebene, informierte über die Anforderungen im kommenden Jahr beim Ausscheid. „Ihr werdet da wie die Großen in Prerow Sauglängen kuppeln müssen. Ob wir in Zukunft noch jedes Jahr einen solchen Ausscheid ausrichten können, hängt vom Geld ab. Sonst werden wir alle zwei Jahre ein solches Wettkampfwochenende gestalten. Erfahrungsaustausch der Jugendwehren untereinander wäre sehr wünschenswert gewesen . . .“ In Pruchten hätte jede Wehr in ihrem Bungalow gesessen und das Gespräch untereinander sei gar nicht richtig zu Stande gekommen.
Autor: BIRGIT SCHNIBBEN Quelle: www.ostsee-zeitung.de